Über Fritz Bauer

Der im Jahre 1903 als Sohn jüdischer Eltern geborene Fritz Bauer wurde bereits im Alter von 27 Jahren zum jüngsten Amtsrichter im Deutschen Reich ernannt. Nachdem er 1933 von der GESTAPO festgenommen und aus dem Staatsdienst entlassen wurde, war er acht Monate lang im KZ Heuberg inhaftiert. Erst 1936 gelang ihm die Flucht aus Deutschland. 1949 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er ein Jahr später die Stelle als Generalstaatsanwalt in Braunschweig antrat. 1956 folgte die Berufung zum hessischen Generalstaatsanwalt in Frankfurt am Main – ein Amt, das er bis zu seinem Tod 1968 ausübte.


Während seiner Amtszeit kämpfte Bauer unablässig dafür, die Verbrechen des Nazi-Regimes vor Gericht zu bringen, um somit den Aufbau eines neuen demokratischen Rechtsstaates zu ermöglichen. Dank seiner Arbeit konnte das Hitler-Regime als „Unrechtsstaat“ verurteilt und die Hitler-Attentäter rehabilitiert werden. Er war maßgeblich an der Ergreifung Eichmanns beteiligt und zeichnet mit dem Frankfurter Auschwitz-Prozess für den größten Strafprozess in der deutschen Nachkriegsgeschichte verantwortlich.


Erfahren Sie mehr über Fritz Bauer auf der Webseite des Fritz Bauer Instituts.
www.fritz-bauer-institut.de


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Werner Renz

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